Erste Erfahrungen mit Oracle Mobile Server 11g

Nach dem erfolgreichen Einsatz des Oracle Mobile Server 10g stand für unseren Kunden der Wechsel auf die 11g an. Der Grund für den Wechsel ist die Nutzung eines neuen mobilen Endgerätes und das Supportende der Version 10g zum Ende des Jahres. Der Kunde schickt seine WinCE Geräte auf Rente und will nun Android Tablets oder Smartphones für den Außendient verwenden. Die alte Anwendung setzte auf Oracle Database Lite als Datenbank auf dem Client. Der Support für diese Datenbank wurde von Oracle ersatzlos gestrichen und stellt auch keine Version für Android zur Verfügung. Aufgrund der Supportproblematik fiel die Entscheidung für den neuen Mobile Server 11g nicht schwer. Er unterstützt die Datenbanken Oracle Berkeley DB und SQlite auf dem mobilen Endgerät. Da alle Android Geräte bereits eine SQlite Datenbank beinhalten (inklusive passender Zugriffsschicht), fiel die Wahl nicht schwer.

Aber warum setzen wir den Mobile Server überhaupt ein und entwickeln das Backend für diese Anwendung nicht selbst? Diese Frage lässt sich sehr einfach mit den Features des Oracle Mobile Server 11g beantworten:

  • Einfache Replikation und Synchronisation der Daten mit einer Oracle Datenbank
  • Nutzung der SQlite Datenbank auf dem Gerät
  • Device Management durch den Mobile Server
  • Automatische Synchronisation durch Server Push
  • Offlinefähigkeit der Anwendung bis auf die Synchronisation wird unterstützt

Die Migration von 10g zu 11g haben wir durch eine einfache Neuinstallation des Servers bewerkstelligt. Der Server arbeitet offiziell mit den Applikationsserver Oracle WebLogic 11g und Glassfish 3.1 zusammen. Wir haben ihn auf beiden Plattformen zum Laufen bekommen. Die Testinstallation läuft mit Glassfish und das Produktivsystem wird später mit Oracle WebLogic betrieben. Bei der Migration der Datenbank wurden nur die Publikationen für die Anwendung in den neuen Server eingespielt und schon funktionierte die Synchronisation. Für Android gibt eine Beispielanwendung im Mobile Development Kit, womit man den Oracle Mobile Server testen kann. Die Datenbank auf dem Endgerät kann mit den Entwicklerwerkzeugen für Android ausgelesen und verifiziert werden.

Nach der erfolgreichen Migration und Nutzung des Oracle Mobile Servers 11g wird nun der Client für Android komplett neu entwickelt. Wobei die Entwickler nun auf die bereitgestellte Datenbank aufsetzen können und damit der Fokus der Entwicklung wieder auf das Wesentliche gerichtet wird.

An diese Stelle sei aber auch auf die negativen Seiten des neuen Mobile Servers hingewiesen:

  • Unterstützung für Oracle iAS 10g nicht vollständig, da auch hier das Supportende naht (aber wegen WLS/Glassfish kein wirkliches Problem)
  • Die neue Datenbank auf dem Client löst Anpassungen im Client aus
  • Support für Oracle Mobile Server 10g endet dieses Jahr
  • Lizenzierung für Server per CPU und pro Oracle Berkeley DB Client (Mindestabnahme 100000 Stück)
  • Migrationspfad von 10g auf 11g nicht vorhanden bzw. in Arbeit
  • Weboberfläche wirkt angestaubt, aber fast identisch zu 10g

Für unser Projekt hat sich der Einsatz des neuen Oracle Mobile Server 11g schon vor Fertigstellung gelohnt, da wir viel Zeit einsparen konnten für die Neuimplementierung der Synchronisation mit dem Endgerät.

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2 Antworten zu Erste Erfahrungen mit Oracle Mobile Server 11g

  1. Oliver schreibt:

    Hallo, hört sich sehr interessant an ich komme allerdings mit der Konfiguration nicht so ganz zurecht. Jetzt wollte ich fragen ob hier eventuell mitdokumentiert wurde wie man den WLS bzw Oracle Mobile Server aufgesetzt wurde.

    Da es sehr aktuell ist wäre ich für jede hilfe dankbar.

  2. Sabine schreibt:

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten komme ich sehr gut damit zurecht. Ich hätte mir allerdings ein umfangreicheres Support Angebot gewünscht, dann wäre die Umstellung bestimmt schneller vonstatten gegangen. Aber nun ist ja alles gut und ich kann die Sache nur empfehlen. Mit dem Oracle Mobile Server 11g wird tatsächlich Einiges leichter und einfacher – sofern man die Phase der Umgewöhnung erst einmal geschafft hat.

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