AWS News KW 38

Parallel Querys für Amazon Aurora

Amazon Aurora ist Amazons Hauseigene SQL Datenbanklösung mit MySQL und PostgreSQL Kompatibilität. Intern werden die Daten auf  einen verteilten Dateisystem abgelegt. Die Daten werden dabei mehrfach Redundant, in voneinander unabhängigen Rechenzentren gespeichert. Mehr zum Aufbau von Amazon Aurora hier.

Jeder verwendete Storage Knoten bietet neben schnellen SSD´s auch eine gute Portion Rechenpower. Diese Power kann nun mit parallel Querys noch besser genutzt werden um Abfragen auf großen Datenbeständen mit eine Vielzahl von Joins zu beschleunigen.

Weitere Informationen zu Parallel Querys hier.

AWS Storage Gateway Hardware Appliance

AWS Storage Gateway ist eine Möglichkeit AWS Storage Dienste wie S3 oder Amazon Galcier mit dem eigenen Rechenzentrum zu verbinden. AWS Storage Gateway lief bisher in einer virtuellen Umgebung wie VMware ESXi, Microsoft Hyper-V oder Amazon EC2 und war in folgenden Ausprägungen im System Sichtbar.

File Gateway: Sichtbar per NFS oder SMB.

Volume Gateway: Virtuelle Festplatten, die per iSCSI lokal angebunden werden können. Von diesen Virtuellen Platten können auch EBS Snapshots erzeugt werden, die dann direkt für EC2 Instanzen verwendet werden können.

Tape Gateway: Ist eine virtuelle Tape Library (VTL). Damit kann alte Tape Infrastruktur in die Cloud verlagert werden ohne das sich am bisherigen Workflow etwas ändern muss.

Für alle Kunden die keine Infrastruktur oder kein entsprechendes IT Know How vor Ort haben aber trotzdem AWS Storage Gateway verwenden möchten, bietet AWS ab sofort eine vorkonfigurierte Hardware Appliance in Form eines Dell EMC PowerEdge R640 Rack Servers an. Diese kann einfach vor Ort in eine entsprechendes Rack installiert werden. Danach sind nur noch wenige Schritte Notwendig und der AWS Storage Gateway kann lokal verwendet werden.

Weitere Informationen zu AWS Storage Gateway hier.

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Warum OPITZ CONSULTING dir deinen Lieblingsjob bietet? Teil 3/4

Von Dr. Hendrik Voigt, OPITZ CONSULTING

Nutze deinen Vorgesetzten als persönlichen Coach

Was gibt es schöneres für eine Führungskraft, aussichtsreiche Talente zu verlässlichen Key Playern zu entwickeln? Wenn ich als Führungskraft keinen Nachwuchs heranziehe, darf ich mich nicht wundern, wenn auch während meines Urlaubs an mir gezerrt und gezogen wird. Dabei sollten sich Führungskräfte, die aufgrund von Leistung und Befähigung Karriere gemacht haben, nicht vor neuen Talenten fürchten, sondern diese eher als Chance der Entlastung sehen. Sie können verantwortungsvolle Aufgaben delegieren und sich dann zurecht damit rühmen, dass ihr Verantwortungsbereich wie geschmiert läuft und viele Zellen autonom erfolgreich arbeiten.

Führungskräfte bei OPITZ CONSULTING stehen für einen Dialog auf Augenhöhe und können einschätzen, welche Fähigkeiten für welche Rolle benötigt werden. Sie helfen dir auch, mit typischen Kulturmustern zu brechen. Möchtest du später selbst mal „Chef“ sein, weil du so sozialisiert wurdest oder handelt es sich um einen intrinsischen Drang, führen zu wollen? Was kennzeichnet eigentlich die Aufgaben im nächsten Karriereschritt? Welche Stärken sollte man einbringen? Welches Grundrüstzeug ist unabdingbar? Bei uns kannst du jeden Manager einfach fragen, was seine Rolle im Alltag ausmacht und erhältst offen und ehrliche Antworten.

Folgende Situation beoachte ich in einer gewissen Regelmäßigkeit: Ein Mitarbeiter äußert den Wunsch, dass er mal den nächsten Schritt wagen wolle und interessiert sich für das Projektmanagement. Das Managen von Projekten erfordert dabei ganz andere Fähigkeiten und Neigungen als die Anforderungsanalyse oder Softwareentwicklung. Als Projektmanager muss ich mich vor mein Team stellen können und es vor unberechtigten Zugriff von außen schützen, in hitzigen Diskussionen ruhig bleiben und Lösungs-orientiert moderieren. Ich muss auch mal unangenehme Fakten wie Terminverzug oder Qualitätsprobleme ansprechen und darf demzufolge nicht konfliktscheu sein. Es gibt viel zu organisieren, hochzurechnen, zu berichten, uvm. Wenn sich dann herausstellt, dass dem Kollegen die Softwareentwicklung viel Spaß macht und er einfach größeren Einfluss auf Architekturentscheidungen haben möchte, um sich nicht mit schlechten Entscheidungen anderer seinen Programmieralltag versauen zu lassen, ist der Karrierepfad „Projektmanagement“ schlichtweg die falsche Wahl. Dagegen könnte ein Methoden-Training zu Software-Architekturen und Soft Skills wie Überzeugen passgenau sein.

Genau hierbei begleitet dich dein Vorgesetzter als persönlicher Coach und bei OPITZ CONSULTING gilt, dass die Fachkarriere z.B. als Architekt gleichwertig mit disziplinarischer oder fachlicher Teamverantwortung angesehen wird. So passiert es, dass ein Vorgesetzter in der gleichen Karrierestufe wie einer seiner Mitarbeiter sein kann und jeder bringt seine individuellen Stärken ein.

Flache Hierarchien klingen zwar hip und modern, funktionieren meiner Einschätzung aber nur dann, wenn ich fast ausnahmslos erfahrene Mitarbeiter im Unternehmen habe. Gerade für Young Professionals eignen sich diese Strukturen tendenziell nicht. Über Mentoren-Programme kann sicherlich viel kompensiert werden. Sie ersetzen aber nicht die kontinuierliche Förderung, die gerade durch eine klare Zuordnung zu einem Vorgesetzten sichergestellt wird. Zudem sind ja auch Unternehmensinteressen bei der Weiterentwicklung von Mitarbeitern zu berücksichtigen und Vorgesetzte sind Profis in der Abwägung von Mitarbeiter-Interessen, Unternehmenszielen sowie Kundenbedarfen. 

 

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AWS News KW 37

Shell Zugang per AWS System Managers Session Manager

AWS System Manager ist ein Service der Administratoren die Verwaltung von EC2 Instanzen, S3 Buckets und RDS Instanzen vereinfacht.

Oft kann die Infrastruktur vor allem in der Transitionsphase nicht als „Herde“ betrachtet werden, sondern es existieren weiterhin Systeme die liebevoll installiert und gewartet werden wollen. Oftmals ist dafür eine Shell Zugriff notwendig. Mit dem Session Manager des AWS System Managers ist es ab sofort einfacher auf entsprechende Instanzen zuzugreifen. Der Zugriff kann dabei vom Browser aus oder über eine Shell erfolgen. Die Vorteile des Session Managers sind dabei folgende.

Sicherer Zugang: Es muss kein zusätzlicher Port geöffnet werden, die Instanzen benötigen lediglich einen aktuellen System Manager Agent auf den Maschinen

Zugangskontrolle: Der Zugriff auf die Shell kann per IAM gesteuert werden. Es müssen keine SSH Keys verteilt werden. Der Zugriff kann auch auf einzelne Zeitfenster begrenzt werden.

Auditierbarkeit: Ein- und Ausgaben können in CloudWatch oder ein S3 Bucket geloggt werden.

Interaktiv: Kommandos werden synchron in einer interaktiven bash oder PowerShell Umgebung ausgeführt.

Weitere Informationen zum Session Manager hier.

 

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AWS News KW 36

CloudFormation Macros

Amazons Infrastructure as Code, CloudFormation bietet ab sofort eine Unterstützung für Macros. Damit kann die Funktionalität von CloudFormation deutlich erweitert werden. Die Grundlage für Macros ist schon länger in CloudFormation vorhanden und wird sehr stark vom Serverless Application Model (SAM) verwendet. Das Herzstück jedes Macros ist eine Lambda Function die für die eigentliche Transformation zuständig ist.

Diese Neuerung bietet meiner Meinung nach eine Menge Potential. Es bietet z.B. die Möglichkeit bestimmte Defaults für Ressourcen einzuhalten. Es kann jetzt einfach ein Macro erstellt werden und mit wenigen Angaben im Template kann eine ganze Reihe von Ressourcen nach den jeweiligen Vorgaben erzeugt werden. Ein Beispiel dafür ist bereits auf Github zu finden (https://github.com/awslabs/aws-cloudformation-templates/tree/master/aws/services/CloudFormation/MacrosExamples/ShortHand/).

Weitere Informationen zu CloudFormation Macros hier.

AWS X-Ray API Gateway Unterstützung und Sampling Rule API

In modernen Architekturen ist es oft schwierig Probleme zu debuggen da für die Beantwortung einer Anfrage oft mehrere Services verwendet werden. Es ist daher essentiell zu wissen zu welcher Anfrage einzelne Bearbeitungsschritte im System gehören. Um genau diese Fragen zu beantworten existiert AWS X-Ray.

Ab sofort unterstützt AWS X-Ray das Amazon API Gateway. Aufrufe die über das API Gateway kommen können nun automatisch ins Tracing aufgenommen werden.

Als weitere wichtige Neuerung ist die Sampling Rate API zu nennen. Per Default wird immer der erste Request pro Sekunde geloggt und 5% der weiteren Aufrufe innerhalb dieser Sekunde. Mit der Sampling API kann diese Rate entsprechend verändert werden. Die Anpassung kann dabei auf einem sehr feingranularen Level erfolgen. Es ist beispielsweise möglich das Tracing nur auf einem Teil der Ressourcen wie EC2 Instanzen oder Lambda Functions zu beschränken.

Weitere Informationen zu AWS X-Ray und der Sampling Rate API hier und hier.

 

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Warum OPITZ CONSULTING dir deinen Lieblingsjob bietet? Teil 2/4

Von Dr. Hendrik Voigt, OPITZ CONSULTING

 

Vernetze dich innerhalb des Unternehmens

Ein gutes Netzwerk hilft bei fast allen operativen bis strategischen Vorhaben. Zugleich ist dieses Netzwerk auch für die persönliche Weiterentwicklung von Bedeutung. Ein gutes Netzwerk im Unternehmen unterstützt dich dabei …

  • deine Schwerpunkte bei den zahlreichen IT-Trends zu legen,
  • durch eine Community den Austausch mit anderen Gleichgesinnten zu finden (Community of Practice),
  • bei Showstoppern oder Produktionsproblemen gezielt schnelle Hilfe zu identifizieren,
  • offenes, ehrliches und auch wohlwollendes, dir als Person zugewandtes Feedback einzuholen und
  • ein soziales Umfeld aufzubauen, in dem jeder Arbeitstag Spaß macht und in belastenden Situationen auch Rückhalt und Fürsprache zu erhalten.

Machen wir es konkret: Das Blockchain Konzept wird zurzeit gehypt und deine Neugier ist entfesselt.

Mathematik fandest du schon immer klasse und du interessierst dich für die Analyse von Blockchain Strukturen. Die Konzepte und Werkzeuge für das Parsen und die Mustererkennung saugst du förmlich auf. Aber wer stellt dir das benötigte Hadoop-Cluster zur Verfügung? Zudem sind Kenntnisse zur IT Security und Kryptographie für Blockchains essentiell. Mit wem kannst du diese Facette beleuchten? Und eine gern unterschätzte, aber zentrale Frage lautet: Wie sehen möglichen Anwendungsfälle aus und wie kann man damit Geld verdienen? Eigentlich benötigst du eine Community, in der du dich austauschen kannst, deine Stärken einbringst und von anderen profitierst.

Bei OPITZ CONSULTING schaffen wir Rahmenbedingungen, in denen derartige Communities gedeihen können. Wir ziehen Selbstorganisation der Steuerung vor. In den Kundenprojekten, auf lokalen Community Days oder überregionalen OC Digital Days triffst du Gleichgesinnte, tauscht dich auch und vereinbarst einfach mal etwas anzuschieben. Formale Management-Prozesse und Quality Gates werden auf ein Minimum reduziert. Was solltest du dennoch beachten:

 

  • Tue Gutes und rede darüber: Biete Sessions für Kollegen an und stelle deine Erkenntnisse zur Verfügung. Binde auch andere Org-Einheiten wie Sales oder Marketing mit ein. Schreibe am Besten direkt einen Blog-Beitrag (https://thecattlecrew.net/).
  • Arbeite Ziel-orientiert: Um das Potential eines Trends oder Themas erkennen zu können, muss man es natürlich erst verstehen. Im Anschluss sollte das Potential direkt kritisch hinsichtlich der Dimensionen Aufwand / Investition, Chancen und Risiken analysiert werden. Erarbeite einen Kundennutzen, launche dein erstes Minimum Viable (Consulting) Product und hole dir unmittelbar Feedback aus deinem Netzwerk sowie potentiellen Kunden ein. Ein gutes Netzwerk zu Vertriebsverantwortlichen ist dabei Gold wert. Übrigens  benötigt man nicht immer ein MVP für diesen Lean Startup Ansatz. Ganz zu Beginn darftst du gerne risikoavers und „noch ein wenig faul“ sein. Konstruiere einfach ein Experiment mit dem herausfindest, ob Kunden wirklich kaufen. Notfalls ruderst du zurück, erklärst dein Vorgehen und kündigst das Produkt bzw. den Service für einen späteren Zeitpunkt an (hier empfehle ich den Blog-Beitrag von Mark Poppenborg https://intrinsify.me/lean-startup-zu-wahr-um-schoen-zu-sein/).
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What we can learn for our business applications from designing IT for the elderly

When designing with the users in mind, we are required to design for specific groups of people, rather than for specific business requirements. For instance, a hospital examination system is most likely to be used by nurses, who are most likely to be females.  An online pension system might mostly be used by the elderly, to monitor or withdraw their pension.

In Germany, the percentage of population over 65 years rose to 21%, and remains the second highest in Europe. Understanding their needs, and providing technological support for the right services (such as paying bills, booking tickets, online shopping),  instead of thrusting communication medium (such as Whatsapp or Facebook) and overloading them is the way to go. However, these systems are often not designed differently, as per the expectations and preferences, and taking into account that elderly have what has been termed as a digital threshold (Arnstad, 2018). This failure has led to more skepticism and poorer adoption of technologies despite being extremely useful for everyday activities. In this article, I summarize a few pointers for application designers to consider for IT systems for the elderly, based on surveying extant literature.

UX Elderly 1

Figure 1: Summary of design guidelines for the elderly © OPITZ CONSULTING

  1. Easy access: The important content needs to be readily and easily available on the system, and additional information is to be avoided as much as possible (Advertisments, mutliple tabs, long scrollable pages, etc.). Thus, like in several effective systems, the users should receive an instant reward using the system that they can achieve their goals, and hence are motivated to continue using it. For e.g. – in online payment systems, the user login screen could be typically placed upfront so they are not left searching for it.  Links to pages about summary and main actions should be readily provided, and features not regularly used should be avoided altogether.
  2. Time on task: Studies show that elderly users take atleast twice as more to complete a certain task than the younger users. Time pressure on the users would be a big no when designing such systems. Hence, design forms with longer session time out and longer overall session duration.
  3. Minimal changes: Generally speaking, the elderly population tends to have stable and fixed preferences. They are like to have a predictable routine, and avoid changes to these routines as much as possible. Hence, a system for the elderly, should factor this in.  Designers should minimize product release cycles, and aim for one shot systems which are designed as simply and adequately as possible. The look and flow of main processes shoud not be changed often. In the case changes have to be made, they need to be communicated diagrammatically in a timely manner, with a detailed help page which explains changes from previous system, if required.
  4. Fonting: Consider good sizing and spacing when designing touch interfaces, or interfaces with button inputs. Consider good and clear font styles; avoid serif fonts (e.g. Arial, Helvetica are preferred over Book Antiqua). Make sure users can increase their preferred font size readily on the system, especially on smaller devices (mobiles, tablets).
  5. Detailed user scenarios: Older people might have higher expectations to detail, and use cases which the average population, or the lesser experienced developer or designer might not think of. Hence, designers need to take time to think of scenarios which might be expected by their target users, and give a bigger bandwidth for mistakes and helpful messages guiding them through the process. The range of information fields and input combinations available in a form, date of birth or legal or procedural systems which might have existed earlier, options in dropdowns, or validating inputs with special characters and extreme cases.
  6. Polite and gentle wording on the website might motivate elderly to use the website.
  7. Regular usage feedback needs to be gathered, to “listen” to their discomforts, and make changes where appropriate. Even small pilot usability tests of 2-3 people could inform design substantially.
  8. Neurophysiological measures to integrate in usability study of the elderly

Finally, mouse tracking methods such as the screenshot shown below is a novel technique to study website usage patterns of users (Jung et al. 2018).  The package BrownieR could be used to examine in a half an hour session, which URL’s the user visited, which areas were navigated, and the duration of navigation on each URL. The below analysis and summary of mouse movements was performed using the BrownieR package, available for download here. Although the detailing level is not as high as the eye-tracking devices, the information provided by such mouse movements could definitely be a first step to identifying erraneous moves by the users, or poorly designed pages. The Brownie workspace and R script used to generate these analysis is attached here.

UX elderly 3

References

  1. https://www.nngroup.com/articles/usability-for-senior-citizens/
  2. Coyne, P. K. (2003). Web usability for senior citizens: design guidelines based on usability studies with people age 65 and older. Nielsen Normal Group Report.
  3. https://www.researchgate.net/publication/326147055_BrownieR_-_The_R-Package_for_Neuro_Information_Systems_Research
  4. http://sciencenordic.com/seniors-and-technology-help-family-members-not-always-best-solution

Code examples

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Low Power Wide Area Networks

Wieso LPWAN?

In Zeiten von Digitalisierung, Internet der Dinge und Industrie 4.0 treffen wir immer wieder auf Sensoren, die Daten für die neue Welt liefern. Bei dem Ziel, in jedem Kontext, für alles und überall Sensoren zu platzieren kommt man zwangsläufig zu dem Punkt, dass nicht jeder Sensor mit einem Strom- und Internetkabelanschluss versehen werden kann.

Wenn wir dann überlegen, einen mobilen, batteriebetriebenen Sensor via Mobilfunk ins Internet zu bringen, stellen wir jedoch schnell fest, wie teuer und vor allem batterietechnisch kurzlebig diese Lösung ist.

Bei der Lösungssuche kommen wir früher oder später auf sogenannte Low Power Wide Area Networks (LPWAN).

Was ist LPWAN?

Grundsätzlich handelt es sich um eine Mobilfunktechnik. Jedoch ist diese, wie der Name schon sagt, auf geringen Energieverbrauch und große Reichweiten spezialisiert. Einziger Wehrmutstropfen ist der Datendurchsatz. Diese drei Parameter stehen ähnlich wie genügend Schlaf, Sozialleben und gute Noten in der Schule zueinander: 2 kann man optimieren, der dritte Parameter muss sich anpassen.

Dreieck LPWAN

Dementsprechend ist dies Technologie nur sinnvoll einzusetzen, wenn Datenmengen im Bereich von Byte (B) und kByte (kB) zu übertragen sind.

Beispiel:

Anhand eines allseits bekannten Beispiels lässt sich der Vorteil der Technik sehr einfach erkennen.

In einer Mietwohnung müssen an allen Heizungen Messgeräte für die Zählung der Heizleistung angebracht sein. Früher wurden diese Messgeräte händisch durch einen Mitarbeiter des Versorgers abgelesen. Doch ein Hausbesuch gestaltet sich teuer und die menschliche Interaktion ist zusätzlich fehleranfällig.

Ein Sensor, der die Messdaten automatisch an das Abrechnungssystem des Versorgers schickt, behebt dieses Problem.

Eben solche Sensoren senden ihre Informationen über ein LPWAN: Dank der Datenübertragungen nur alle paar Tage oder Wochen und der geringen Datenmenge können die Vorteile von Reichweite und Batterielanglebigkeit voll ausgenutzt werden.

Mit gerade einmal 10-20 Funkmasten können dann bereits Großstädte wie München komplett abgedeckt und eine Laufzeit von teils mehr als 10 Jahren erreicht werden.

Selbst nutzen:

Dank des immer größer werdenden Bedarfs und Markts an mobilen, langlebigen Sensoren gibt es inzwischen diverse Anbieter und Variationen der Technologie. Damit geht einher, dass sich neben einer eigenen Umsetzung des Systems verschiedene Anbieter von Sensornetzwerken für eine Nutzung anbieten.

Die „großen“ Mobilfunkanbieter bieten mit ihren NB-IoT Angeboten vorrangig Vorzüge bei höherem Datendurchsatz, geringer Latenz und geringer Fehlertoleranz, Alternativen wie LoRa oder Sigfox fokussieren sich hingegen eher auf extrem energiesparende und auf geringen Datendurchsatz optimierte Systeme.

Mit diesem Pool an Angeboten lässt sich jeder mobile Sensor mit dem Internet verbinden. Die Welt der Sensoren kann kommen.

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