Manuelle Intervention

Wie modelliere ich das Aussteuern eines Prozesses an einen Sachbearbeiter im Fehlerfall?

Diese Frage stellte sich uns bereits in verschiedenen fachlichen Kontexten – immer dann, wenn die eigentlich automatisiert ablaufender Prozess aufgrund eines Fehlers nicht fortgeführt werden kann.
Häufig werden Fehler danach unterschieden, ob sie fachlichen oder technischen Ursprungs sind. Ist zum Beispiel ein benötigtes System nicht verfügbar oder nicht erreichbar, können wir technisch sicherstellen, dass der fehlerhafte Aufruf zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt wird. Doch was ist zu tun, wenn Daten unvollständig oder falsch eingegeben wurden? In diesem Fall besteht häufig der Wunsch, den Prozess an einen Mitarbeiter auszusteuern, um ein Nacherfassen der fehlenden Daten zu ermöglichen, ehe der Prozess fortgesetzt wird.

manueller_eingriff

Reaktion auf einen fachlichen Fehler in einem Service-Task

In unserem Beispiel tritt beim Schreiben in ein Backend-System ein fachlicher Fehler auf, möglicherweise weil Daten zuvor fehlerhaft eingegeben wurden. Der Fehler wird über ein Error-Event bekannt gemacht. Die Process-Engine erstellt daraufhin einen Human Task und weist den Vorgang einem Sachbearbeiter zu. Dieser kann nun die Daten prüfen und gegebenenfalls korrigieren. War die Korrektur erfolgreich, kann der Aufruf mit den korrigierten Daten wiederholt werden.

Das gezeigte Modell besteht aus zwei Pools, von denen der untere durch eine Process-Engine ausgeführt werden sollte. Der obere dient in erster Linie der Veranschaulichung, könnte aber auch einen Maskenfluss einer einer Anwendung, die zur Datenerfassung genutzt wird, beschreiben.

Durch das Boundary Event an dem Service-Task machen wir deutlich, dass der ’normale‘ Prozessfluss den Task über die Kante zum End-Event verlässt und dass es sich bei der dargestellten Aussteuerung lediglich um eine Ausnahme handeln sollte.


Dieses und weitere Prozessmuster finden Sie auch auf unserem Poster ‚Erfolgreiche BPM-Pattern aus der Praxis‘

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