Design Thinking: 6-Hüte-Methode

Design Thinking wird oft als Methodik im Zusammenhang mit Prozessoptimierung oder Innovation genannt. Der Design Thinking-Prozess besteht aus mehreren Abschnitten wobei jedem Abschnitt mehrere einschlägige Methoden zugeordnet werden. Diese können je nach Problemstellung verwendet werden. Antworten auf Fragen „Wie könnten wir…?“ lassen sich am besten mit Hilfe von Brainstorming evaluieren, um mehrere Optionen möglichst objektiv und aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu bewerten empfehlen sich Methoden wie die 6-Hüte-Methode oder die Walt-Disney-Methode. Wir fokussieren uns auf die 6-Hüte-Methode von De Bono.

Diese Methode wurde von OC in unterschiedlichen Projektkontexten erfolgreich verwendet. Die Methode ist denkbar einfach. Und in der IT-Welt kennt man sowas ähnliches aus dem Aufwandsschätzungsverfahren, wo in drei Schätzungsiterationen die Arbeitspakete pessimistisch, normal und optimistisch geschätzt werden, anschließend wird der Aufwand normiert. So ähnlich funktioniert auch die 6-Hüte-Methode. Innerhalb einer ausgewählten Stakeholdergruppe geben die Personen jeweils ein Statement aus unterschiedlicher Denkrichtung ab. Die Denkrichtung wird je nach dem „aufgesetztem Hut“ bestimmt.

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  • Weißer Hut: analytisches Denken: Konzentration auf Tatsachen, Anforderungen und wie sie erreicht werden können (objektiv)
  • Roter Hut: emotionales Denken, Empfinden: Konzentration auf Gefühle und Meinungen (subjektiv)
  • Schwarzer Hut: kritisches Denken: Risikobetrachtung, Probleme, Skepsis, Kritik und Ängste mitteilen (kritisch)
  • Gelber Hut: optimistisches Denken: was ist das Best-Case Szenario (spekulativ)
  • Grüner Hut: kreatives, assoziatives Denken: neue Ideen, Kreativität (konstruktiv)
  • Blauer Hut: ordnendes, moderierendes Denken: Überblick über die Prozesse

Nachfolgend wird erklärt, wie die Bewertung stattgefunden hat. Dies soll exemplarisch die Funktionsweise der Methode zeigen.

Als Diskussions-/Bewertungsgrundlage wurden 3 zuvor ausgearbeitete Optionen genommen, diese werden hier nicht näher beleuchtet. Zu jeder Option wurden von jedem Stakeholder jeweils ein Vor- und ein Nachteil aus jeder der 5 Denkrichtungen erhoben. 5 Denkrichtungen, weil die 6 Denkrichtung dem Blauen Hut zugeordnet wird und entspricht der Rolle des Moderators.

Fazit

Wurden alle Vor und Nachteile erhoben findet eine Sortierung dieser statt, um Doppelungen zu vermeiden. Anschließend wird gezählt und bewertet. So einfach kommt man mit dieser Methode zum Ziel und die Beteiligten sind dabei begeistert, denn wenn man die Personen geschickt durch den Prozess führt, fällt dieser gar nicht als schwer und langweilig auf.

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